WES LandschaftsArchitektur
Martin-Luther-Platz 22
40212 Düsseldorf
Gründungsjahr: 1969
Über WES LandschaftsArchitektur
Unser Angebot & Tätigkeitsfeld
Die Entwicklung von landschaftsarchitektonischer Projekte vom städtebaulichen Maßstab bis zur Umsetzung 1:1 im Detail, ist seit über 56 Jahren der Schwerpunkt von WES LandschaftsArchitektur. Zur Stärkung der Kreislaufwirtschaft wendet WES die im Unternehmen entwickelte Planungsmethodik unter der Überschrift „MaterialFutures“ an. Das Ziel besteht darin, Projekte unter Einbeziehung vorhandener Baustoffe zu realisieren, die Verwendung von Primärrohstoffen zu reduzieren und die Material-Kreislaufwirtschaft zu stärken.
Unser Beitrag zur Zirkularität
Die von uns entwickelte Planungsmethode „MaterialFutures“ verbindet verschiedene bestehende Technologien und Nachhaltigkeitskonzepte aus dem Bauwesen, der Digitalisierung und der Stadtentwicklung zu einem innovativen Ansatz der strategischen Freiraumplanung. Bestandsdaten werden systematisch erhoben und in einer Materialdatenbank erfasst. Die BIM-basierten Projekte werden mit der Datenbank verknüpft. Nachhaltigkeitsanalysen z.B. die enthaltene graue Energie (u.a. Embodied Carbon) können so transparent dargelegt und in Varianten verglichen werden.
Unsere Motivation & Werte
Städte wachsen und werden 80% der Weltbevölkerung beherbergen. Hier findet ein Großteil der Bautätigkeiten statt. Wenn wir einen Unterschied machen wollen, dann hier. Neue Stadtbewohnende fordern Wohn- und Freiraum, was zu mehr Dichte führt. Gebäude und öffentlichen Räume müssen so gebaut sein, dass sie lange hochwertig und wandelbar bleiben und die Gesundheit von Umwelt und Nutzenden fördern.
- Architektur
- Gebäude- und Ressourcenpass
- Ingenieurwesen
- Machbarkeitsstudien und Unternehmensstrategie
Referenzen von WES LandschaftsArchitektur
Ökologische Revitalisierung – Grünzug an der Westerwaldstraße, Köln
Kurzbeschreibung
Grüne Lebensqualität, nutzerfreundliche Aufenthalts- und Bewegungsangebote sowie ein verbesserter Grünverbund zeichnen die Kölner Westerwaldstraße mit den angrenzenden 6 ha großen Flächen aus. Ökologische Aufwertungen und verbesserte Nutzerqualitäten stehen dabei im Fokus der städtebaulichen Maßnahmen. Über 3 km erstreckt sich das Plangebiet mit attraktiven Spiel-, Sport- und Erholungsangeboten wie einer Finnbahn, zusätzlichen Lauf- und Joggingwegen und einem Bike-Trail. Vielseitige ökologische Maßnahmen wie z.B. 200 Baum-Neupflanzungen, aufgewertete Ruderalflächen, kulturlandschaftlich typische Streuobstwiesen sowie Vogel- und Insektennährweiden verbessern die Biodiversität und das Mikroklima vor Ort. Barrierefreie Bereiche laden Jung und Alt zum Verweilen und zum Austausch ein.
Unser Beitrag
Vor dem Hintergrund der stadträumlichen Gegebenheiten und hoher Belastungsfaktoren bilden Klimaanpassung, ökologische Aufwertungen (Luft, Lärm, Biodiversität u.a.), generationsübergreifende, nutzerfreundliche Sport- und Spielangebote zentrale Ziele der Maßnahmen. Im Fokus stehen Zuwachs und Ausbau an quartiersnahen, barrierefreien Grünflächen und die Vernetzung von Fuß- und Radwegen, um die Lebensqualität zu verbessern und gleichzeitig erhöhte Umweltbelastungen im Stadtteil zu mindern. Übergeordnet erfolgte eine infrastrukturelle Anbindung der neuen Grünflächen an die radiale Grünverbindung, den äußeren Kölner Grüngürtel. Es gibt Erholungs- und Begegnungsräume für alle Generationen sowie vielseitige Sport- und Aktivräume, in denen unter anderem Trendsportarten wie Skaten, BMX-Fahren, Klettern oder Slacklining angeboten werden.
Zirkuläre Lösungen und Ansätze
Der Planungsbereich weist zu 90–95 % Altlastenverdachtsflächen auf. Um die Eignung des Bodens für die Nutzung als öffentliche Park- und Freizeitanlagen sowie Kinderspielflächen sicherzustellen, waren detaillierte Untersuchungen erforderlich, die die Anforderungen der Bundes-Bodenschutzverordnung berücksichtigen.
Eine der Herausforderungen bestand darin, die Anlagen so zu konzipieren, dass Eingriffe in den belasteten Bestand minimal ausfielen, Entsorgungs- und Sicherungskosten vermieden wurden und der Gesundheitsschutz der Ausführenden jederzeit gewährleistet war.
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Umgestaltung Mittleres Paderquellgebiet, Paderborn
Umgestaltung Mittleres Paderquellgebiet, Paderborn
Kurzbeschreibung
Die Flusslandschaft Pader umfasst ein Quellgebiet, das die Innenstadt von Paderborn eindrucksvoll prägt. Rund 200 stark schüttende Quellen mit unterschiedlichen Temperaturen vereinen sich inmitten des historischen Berings der Stadt zur Pader, dem kürzesten Fluss Deutschlands.
Vor der Umsetzung des Projektes präsentierte sich das Mittlere Paderquellgebiet als teils brachliegender Bereich weitgehend ohne städtebauliche Qualitäten. Die Wasserläufe waren begradigt und mit Beton befestigt, die Ufer schwer zugänglich, das Gebiet wies einen hohen Versiegelungsgrad auf und das Rad- und Fußwegenetz war wenig einladend. Die in die Jahre gekommene Vorfläche der Paderhalle bildete ein unattraktives Entrée zur Innenstadt. Ziel des Projekts war es, die Flusslandschaft zukunftsweisend umzugestalten und sie als ökologische, touristische, kulturelle und stadtgeschichtliche Leitlinie von der Innenstadt aus in die Landschaft hineinzuentwickeln.
Unser Beitrag
Zu Beginn der Planungen wurden städtebauliche und naturräumliche Defizite untersucht und räumlich verortet. Darauf aufbauend entstand ein Maßnahmenkatalog, der den ganzheitlichen Projektansatz widerspiegelt: ökologische Durchgängigkeit durch naturnahe Gestaltung und extensiver Pflege der Uferbereiche, Öffnung der Grünflächen im Paderquellgebiet mit ökologisch wertvollen Auebereichen, Schaffung von Zugängen zu den Quellen und Wasserläufen, Anlage und Ausbau von Wegen entlang der Paderarme und Vernetzung der Wasserläufe durch Brücken, Schaffung einer durchgängigen Wegeführung entlang der Paderarme, Aufwertung des Paderhallen-Vorplatzes durch Sitzelemente und Bäume, Entwicklung des ehemaligen Haxthausenhofes als städtischer Garten und Modellierung des Bodens am historischen Standort, um auf die Villa und ihre Geschichte aufmerksam zu machen, sowie Einbeziehung von angrenzenden ortsbildprägenden Gebäuden und Parkbereichen durch Beleuchtung, Möblierung und besondere Bodenbeläge.
Zirkuläre Lösungen und Ansätze
Das Projekt zeigt, wie durch kleine Eingriffe in einem 17.000 m² großen Gebiet eine zukunftsweisende stadtklimatische Wertigkeit erreicht und die Aufenthaltsqualität für die Bevölkerung zugleich gesteigert werden kann. Paderborn wurde durch diese Maßnahme um einen hochwertigen, ökologisch wertvollen Raum und eine attraktive, zentrale Parkanlage bereichert. Heute finden sich hier Vogelarten wie die Wasseramsel, die Gebirgsstelze und der Eisvogel. Private Initiativen, wie die Nutzung des Paderwassers mittels Wärmetauscher, leisten einen weiteren wertvollen Beitrag zur klimagerechten Stadtentwicklung. Bauliche Rückseiten wie die historischen Mühlen und die Paderhalle wandelten sich durch das Projekt zu attraktiven Vorderseiten. Die Flusslandschaft ist heute eindrucksvoll erlebbar und besitzt eine sehr hohe Aufenthaltsqualität.
MARK 51°7 – ehem. Opel-Werk 1, Bochum
MARK 51°7 – ehem. Opel-Werk 1, Bochum
Kurzbeschreibung
Im Zuge der Folgenutzung des Opel-Werkes 1 wurde der Standort MARK 51°7 auf der Grundlage eines städtebaulichen Gesamtkonzepts neu strukturiert und optimiert. An wichtigen städtebaulichen Knotenpunkten wurden Plätze angelegt. Diese orientieren sich als terrassierte Flächen nach Süden und schließen in südlicher Richtung mit Sitzstufen zur weiterführenden Landschaft ab. Die neu entstandenen Plätze und Grünachsen von bis zu 1 km Länge schaffen Verbindungen zu den Stadtteilen sowie hochwertige neue Freiräume für Bewohner und Gewerbe.
Das Herzstück der neuen Grünachsen in Nord-Süd und Ost-West-Richtung bildet ein Park mit vier Ebenen, der sich terrassenförmig nach Süden malerisch der angrenzenden Landschaft anschließt. Die einzelnen Ebenen sind als großzügige, mit Parkbäumen aufgelockerte Rasenflächen flexibel nutzbar. Sie schaffen hochwertige, individuelle Freizeit- und Erholungsräume für Wohnen und Arbeiten vor Ort.
Unser Beitrag
Aufgabe war es, landschaftsarchitektonische Ideen zur Gestaltung zu entwickeln und diese in einem Freiraumentwurf darzustellen. Der zu gestaltende öffentliche Raum sollte standort- und adressbildend wirken und damit einen wichtigen Standortfaktor für Unternehmen mit wissensintensiven Arbeitsplätzen darstellen. Bei der Entwicklung zu einem attraktiven Industrie- und Gewerbestandort wurden die ökologischen, klimatischen und gestalterischen Belange berücksichtigt. Durch neue Grünachsen in Nord-Süd- und Ost-West-Richtung wurde auch dem ökologischen Umgang mit Regenwasser Raum gegeben. Zudem wurden die Anforderungen des Arten- und Biotopschutzes einbezogen.Ein Parkmotiv mit rasterförmig angeordneten Hainbuchen definiert den Freiraum als grüne Pufferzone zwischen der nördlichen Wohnbebauung und der Gewerbebebauung. Durch die Gestaltung der Oberflächen wurde ausreichend Rückhaltevolumen für außergewöhnlich hohe Niederschlagsereignisse und den damit verbundenen Überflutungsschutz vorgesehen.
Zirkuläre Lösungen und Ansätze
Im Zuge der Planung war zu berücksichtigen, dass die vorhandenen hochbelasteten Bestandsböden vor Ort deponiert werden mussten. Die Parkanlage liegt daher auf einer geschlossenen Bodendeponie. Eingriffe für Baumpflanzungen oder Fundamente etc., für die im Planungsprozess keine Vorkehrungen getroffen wurden, hätten nach dem Deponieverschluss nicht mehr umgesetzt werden können. Aufgrund dieses gesamtheitlichen Ansatzes wurde das Projekt 2019 mit dem polis Award in der Kategorie „Urbanes Flächenrecycling“ und 2022 mit dem „Brownfield Award“ als bestes Brownfield-Projekt ausgezeichnet.
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Modellvorhaben "Mitte machen": Neubau im Hammer Park, Hamburg
Modellvorhaben "Mitte machen": Neubau im Hammer Park, Hamburg
Kurzbeschreibung
Im hochfrequentierten, bürgernahen Hammer Park soll im Bereich des heutigen „Hauses der Jugend“ und der Gebäude des LABs (Lange Aktiv Bleiben) ein Neubau entstehen. Ziel ist es, die aktuell nördlich der historischen Allee verorteten Strukturen zukunftsorientiert zusammenzuführen. Dafür sollen die beiden bestehenden Gebäude sowie die zugehörigen Lagerschuppen und Betriebshofflächen zurückgebaut werden.
Durch den Neubau des „Hauses der Generationen” soll ein integrativer Ansatz für eine generationsübergreifende Zusammenkunft in einem Gebäude geschaffen werden, um Ressourcen zu bündeln und zu optimieren. Zudem werden Möglichkeiten zur Entsiegelung befestigter Flächen und zum Rückbau vorhandener Einbauten inmitten einer denkmalgeschützten Parkanlage geschaffen.
Das Ziel für die Freianlagen besteht darin, den Nutzer*innen des Neubaus (Kinder, Jugendliche, Eltern mit Kleinkindern und Senior*innen) eine ausgewogene, bedarfsgerechte und integrative Angebotsstruktur zu bieten.
Unser Beitrag
Der Hammer Park besitzt eine lange und bedeutsame Geschichte, insbesondere für den Stadtteil Hamm als „Grüne Mitte“. Die klare Geometrie der historischen Anlage, die direkt an die historische Lindenallee ausgerichtet ist, wird gestalterisch aufgegriffen und entsprechend den aktuellen Bedürfnissen von Jung und Alt zeitgemäß neu interpretiert.
Westlich des Neubaus entsteht eine befestigte Vorzone mit zeitgemäßen Tisch-Bank-Kombinationen, die parallel zum Neubau angeordnet sind. An die Vorzone und die Zuwegungsbereiche des Gebäudes schließt sich das geplante Aktivitätsband an. Folgende Angebote sind dort integrativ und generationsübergreifend verortet:
- eine Sandspielfläche für Kinder bis 3 Jahren
- Fläche mit einer Chalistenics Kompaktanlage
- ein Gerätehaus
- zwei Hochbeete für Urban Gardening
- Beetfläche mit Zierpflanzung
Im südlichen Planungsbereich entsteht eine großzügige Rasenfläche, die von den Nutzer*innen als Aktivitäts- und Bewegungsfläche genutzt werden kann.
Zirkuläre Lösungen und Ansätze
Der Bausektor trägt bei den Treibhausgas-Emissionen maßgeblich zu den globalen Klimaveränderungen bei, ebenso beim Verbrauch von Primär-Rohstoffen. Um die negativen Auswirkungen zu minimieren und Freiraum-Projekte kreislauffähig herstellen zu können, führen wir Ökobilanzierungen durch.
Ausgangspunkt ist dabei eine Bestandserfassung im Rahmen eines Pre-Demolition-Audits. Dabei werden die vorhandenen Materialien und Baustoffe erfasst, deren Anschlussnutzungspotenzial bewertet und die Ergebnisse in einer Materialdatenbank dokumentiert.
Durch die Verknüpfung der Planung mit der Datenbank können Materialvarianten z.B. hinsichtlich des gebundenen Kohlenstoffs (Co2e/ m²) und weiterer Umweltkriterien bewertet und verglichen werden. Die Anschluss-Kreislauffähigkeit wird über einen Zirkularitäts-Index berechnet. Ein Vergleich bzw. Benchmarking für Varianten oder Projekten gleichen Projekttyps ist mit der Datenbank möglich. Ein Materialpass zur Dokumentation kann so erstellt werden
"GrünZug" Nippes, Köln
"GrünZug" Nippes, Köln
Kurzbeschreibung
Das Plangebiet „GrünZug Nippes“ erstreckt sich vom Niehler Gürtel zwischen der Merheimer Straße im Westen und der Amsterdamer Straße im Osten. Es ist über 11 Hektar groß. Durch die in Nord-Süd-Richtung verlaufenden Straßen gliedert sich der „GrünZug Nippes“ in vier Abschnitte, die durch den Stadt- und Straßenraum begrenzt werden und mit den angrenzenden Grünräumen vernetzt sind.
Betrachtet man die Grünflächen im Plangebiet, werden die heute schon erkennbaren unterschiedlichen Charaktere der vier Räume sichtbar. Die Bestandssituation ist dabei ausschlaggebend für die Gestaltung der einzelnen Abschnitte. Diese unterschiedlichen Charaktere sollen bewusst weiterentwickelt werden, um einerseits die vorhandene Vegetation behutsam in den Entwurf zu integrieren und um andererseits beim Ablaufen des Grünzugs unterschiedliche Atmosphären und Themenschwerpunkte zu generieren: „Natur & Wiese“ - „Natur & Stadt“- „Natur & Vernetzung“- „Natur & Park“.
Unser Beitrag
Wir wollen Diversität in der Natur erlebbar machen und lebendige Stadträume schaffen! Dazu ist es notwendig im Planungsgebiet Anreize zu setzen, um die Biodiversität zu steigern. Der Fokus liegt dabei auf der Förderung gebietsheimischer Arten und der Erstellung eines Verbundsystems für die örtliche Flora und Fauna.
Mit den vorhandenen Materialien Boden, Wasser und Vegetation soll ressourcenschonend umgegangen werden. Die Potenziale des Bestands sind zu erfassen, um Materialien mit hohem Zirkularitätspotenzial zu ergänzen. Es soll ein attraktiver Freiraum mit hoher Aufenthaltsqualität für die angrenzenden Stadtteile entstehen. Spiel, Freizeit-Sport, Verweilen – frei von Konsumzwang. Maßnahmen zur Vorsorge bei Extremwettersituationen durch Wetterschutz und Vegetation. Pflanzen mit großer Standortamplitude (Schatten/Sonne, trocken/nass) pflegeextensiv, attraktiv im Wechsel der Jahreszeiten, Plastizität in der Fläche, Bewegung und Lebendigkeit - Kontraste sind definierte Ziele.
Zirkuläre Lösungen und Ansätze
In den kommenden Jahren soll der Grünzug dazu beitragen, den negativen Auswirkungen des Klimawandels bestmöglich entgegenzuwirken. Ziel ist es, die Verwundbarkeit des gesamten Stadtgebiets gegenüber Extremwetterereignissen zu verringern.
Er bietet bereits im Bestand Lebensraum für zahlreiche Pflanzenarten, die vielen Tieren Nahrung und Unterschlupf bieten. Der sorgsame Umgang mit der vorhandenen Vegetation sowie ihre behutsame Ergänzung tragen dazu bei, diese Lebensräume zu erhalten und zu qualifizieren.
Im gesamten Verlauf des Projekts wird besonderer Wert auf die Auswahl und Verwendung nachhaltiger Materialien gelegt. Ziel ist es, durch den Einsatz umweltfreundlicher, ressourcenschonender und langlebiger Materialien die ökologischen Auswirkungen zu minimieren und gleichzeitig eine hohe Qualität und Funktionalität zu gewährleisten. Dies umfasst sowohl die Wahl von Rohstoffen mit geringen CO2-Emissionen als auch die Berücksichtigung der Wiederverwendbarkeit und Recyclingfähigkeit.
Lausitzer Platz, Berlin, Kreuzberg – Friedrichshain
Lausitzer Platz, Berlin, Kreuzberg – Friedrichshain
Kurzbeschreibung
Der Entwurf vereint die Historie dieses bedeutenden, sehr grünen Platzes im Kreuzberger Kiez mit den vielfältigen und sehr hohen Nutzungs- und Aufenthaltsanforderungen zu einem atmosphärisch starken, und zukunftsfähigen Konzept mit hoher Resilienz.
Insbesondere werden die heute kaum noch vorhandenen Grünflächen unter dem lichten Dach des wertvollen Baumbestandes so weit wie möglich erweitert und von einem neuen, inneren Erschließungsgerüst gefasst, welches die unterschiedlichen Bereiche des Platzes sinnvoll, differenziert und attraktiv miteinander verbindet.
Durch die weitgehende Wiederverwendung vorhandener Materialien und die angestrebte 100%ige Regenwasserversickerung entsteht eine grüne, erfrischende Oase mitten in Kreuzberg.
Einen besonderen Höhepunkt bietet die vorgeschlagene temporäre Wasserfläche vor dem Portal und den Stufen der Emmaus-Kirche. Sie wirkt als „Bühne“ am Übergang zur Skalitzer Straße und zum Görlitzer Park und entlastet den nördlichen Platzteil.
Unser Beitrag
Das Quartier benötigt den Platz als urban geprägten Raum mit gestärkter Funktion als grüne Oase mit grün-blauer Infrastruktur. Ziel ist es, den unterschiedlichen Anforderungen an eine soziale, ökologische und ästhetische Nachhaltigkeit, mit einem robusten Konzept, beispielhaft gerecht zu werden. Darüber hinaus sollen die Vielfalt der bestehenden Qualitäten und Atmosphären sowie die Geschichte als ein Spiegelbild der „Nachbarschaften“ im Gebauten erlebbar werden. Durch die Bündelung der Spiel- und Aufenthaltsbereiche, Rückzugsorte und Wegebeziehungen in direktem räumlichem Bezug zu den Freiraumangeboten rund um die Kirche, entsteht ein soziales Zentrum. Die Platzränder werden zugunsten eines grünen Rahmens entlastet. Durch die Fläche für Nebeldüsen vor dem Portal der Kirche entsteht ein mit Bäumen gefasster, urbaner Ort am Übergang zur Skalitzer Straße und zum Görlitzer Park. Abends kann dieser Ort in eine Bühne verwandelt werden.
Zirkuläre Lösungen und Ansätze
In der Umgestaltung des Platzes werden zahlreiche scheinbar unvereinbare Anforderungen zusammengebracht: hoher Nutzungsdruck, vielfältige Wegebeziehungen, Erhalt von Spiel- und Sportangeboten trotz schwieriger städtebaulicher Positionierung, 80 % Wiederverwendung vorhandener Materialien, Schaffung großer Grünflächen, Erhalt des dichten Baumbestandes, 100 % Regenwasserversickerung, unvereinbare Nutzungskonflikte und die Integration der Kirche mit unterschiedlichen Angeboten.
Durch die Bündelung von Flächen und die klare Struktur von Wegen und Nutzungen unter Berücksichtigung historischer Spuren können diese Anforderungen erfüllt werden. Es entstehen Freiräume und angemessene Distanzen für ökologische Diversität und Nutzende, die durch die Einbindung von Bestandsflächen zu gestalterischer Spannung und hochwertigen Räumen führen.
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